Bleisatz und Buchdruck mit Schülern
In unserer kleinen Druckerei lernten Schüler der siebten Klasse der Freien Waldorfschule einige Grundkenntnisse der Schwarzen Kunst in die Tat umzusetzen.
Montags und dienstags kamen immer 2 Schüler oder Schülerinnen und „arbeiteten“ den ganzen Vormittag. Am Anfang gab es etwas Theorie über AntiRost und dann wurde es ernst.
Was hat Johannes Gutenberg vor über 550 Jahren erfunden? Mit welchen Masseinheiten rechnen der Schriftsetzer und der Buchdrucker? Wo finde ich den richtigen Buchstaben im Setzkasten und wie kommt die Schrift auf das Papier?. Jeder angehende Jünger Gutenbergs hatte sein Manuskript, nach dem der Text gesetzt werden sollte. Die erste Zeile war sehr zeitraubend und mühsam.  Jeder Buchstabe, der spiegelverkehrt zu lesen ist, musste einzeln in den Winkelhaken gestellt werden. Mit jeder Zeile ging es schneller. Bis dann ein kurzes Gedicht, der Zeugnisspruch oder ein Liedtext gesetzt war. Jetzt kam meine Unterstützung: Den Satz ausbinden, die Form schließen und den Boston-Tiegel, ein 100 Jahre altes Buchdruck-Gerät,  einrichten. Nach dem ersten Abzug haben wir gemeinsam Korrektur gelesen und gefundene Fehler berichtigt.
Am Schluss wurden die „Schriftsetzer“ auch noch „Buchdrucker“ und druckten mit viel Kraft ihre eigene Drucksache auf das Papier.
Da es allen Spaß gemacht hat, haben wir schon  den dritten Kurs beendet.
Text: Friedhelm Uhlenhut, Foto: Wolfgang Altstädt          

Wo finde ich den richtigen Buchstaben im Setzkasten und wie kommt die Schrift auf das Papier?.

Jeder angehende Jünger Gutenbergs hatte sein Manuskript, mit dem der Text gesetzt werden sollte. Jeder Buchstabe, der spiegelverkehrt zu lesen ist, musste einzeln in den Winkelhaken gestellt werden.

 Zu den Informationen:  Arbeiten mit dem Boston-Tiegel

Die „Schriftsetzer“ werden „Buchdrucker“..

An den  Wiederholungskursen haben selbstverständlich auch die Schüler erfolgreich teilgenommen und ihr Können  bewiesen.

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